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Andacht zum 20 jährigen Jubiläum

21.05.2018

Singen bringt Zuversicht

Shanty Chor Unterhaun gab Konzert im Kirchenschiff zu seinem 20. Geburtstag

15.05.18

Unterhaun. „Immer wieder gerne kann der Shanty Chor in der Evangelischen Kirche in Unterhaun auftreten“, sagte Pfarrer Andreas Staus.

Anlässe hierfür gibt es sicherlich genug. Am Sonntagnachmittag war der 20. Geburtstag des Chores der Grund für den maritimen Gottesdienst in der dafür hübsch dekorierten Kirche.

Auf den Bänken lagen Muscheln und über der Kanzel hing ein großes Fischernetz. Einige Rettungsringe waren sicherheitshalber auch angebracht worden, so konnte die musikalische Reise an weite Meeresstrände losgehen. Indem sie „Heo! Heo! Alle Männer gehen an Bord“ sangen, zogen 21 Chormitglieder durch das Kirchenschiff bis nach vorne zum Altar. Unterdessen plätscherte draußen die Haune still vor sich hin in Richtung Nordsee nach Hamburg, wo zeitgleich das alljährliche, große Hafenfest stattfand und wo auch viele maritime Klänge zu hören waren.

Mit der Haune lägen wir ja nun nahe an der Nordsee, bis ans Meer sei es ein Katzensprung, scherzte Pfarrer Staus. Damit gehören Shanties nach Unterhaun, vor allem aber auch deshalb, weil es hier so viele Fans von Seemannsliedern gibt. Der einstündige Gottesdienst war gut gefüllt mit Liedern vom Glück auf der See, von der Sehnsucht nach der Ferne und auch nach der Heimat, aber auch von den Ängsten vor der bodenlosen Tiefe und dem Glauben an jemanden, der die Sturmwinde im Zaum hält. Darüber sprach Pfarrer Staus in seiner Predigt, an deren Ende er zum Singen ermunterte, denn „Singen bringt Kraft und Zuversicht.“

Vor allem fördert Singen eine tolle Gemeinschaft, wie der Shanty Chor Unterhaun beweist. Seit 20 Jahren erfreut sich dieser einer stabilen Mitgliederzahl. Henner Kurz leitete ihn 18 Jahre lang, seine Nachfolgerin ist Irina Winter. „Mit Shanties hatte ich vorher nie etwas zu tun“, erzählte sie lachend. Das änderte sich, als sie vor zwei Jahren nach Unterhaun zog. „Das ist mal was anderes, macht großen Spaß und ist voll im Trend“, stellte sie fest.